Sonntag, 14. Oktober 2012

16.RheinEnergie Marathon Köln



Wieder der schwierige Drahtseilakt nach dem Berlin Marathon. 2 Wochen Regeneration oder Training? Viel Zeit zur Regeneration blieb nicht. Schon 3 Tage nach Berlin stand der „Kühkopflauf“ in meinem Heimatort Erfelden auf dem Programm. Ein gemütlicher Halbmarathon ohne größeren Wettkampfcharakter. Trotzdem müssen auch diese 21km mit schweren Beinen erst mal gelaufen werden. Aber es ging tatsächlich erstaunlich gut. Dienstags locker 11,3 km gejoggt um den Berlin Marathon aus den Beinen zu bekommen. Mittwoch dann die 21km vom Kühkopflauf mit Pace 5:09min/km relativ gut über die Bühne gebracht. Pflicht erfüllt und noch ein bisschen Spaß dabei gehabt. Do/Fr nichts gemacht. Sa(15,6km) und So sogar noch einen langen Lauf mit 25,1km absolviert. In der Marathonwoche Di (13,1km) und Mi (13,3km) nochmal etwas schneller unterwegs als geplant (5:03min/km).

Dann kam was kommen mußte. Bereits am Mi Abend nach dem Laufen fing das Sprunggelenk an zu schmerzen.  Do nur Gymnastik eine Stunde, keine Laufeinheit, dennoch keine Besserung. Freitags noch schlimmer. Trotzdem die Abschluss Runde (11,6km) im locker Jogging Tempo unter leichten Schmerzen durchgezogen. Den Samstag habe ich nochmal die Füße hochgelegt um zu entspannen. Was für ein Mist mal wieder. Ich möchte den Tag erleben, an dem ich an der Startlinie von einem Marathon stehe und bin zu 100% fit! Aber irgendwie hat das ja noch immer funktioniert wenn es darauf ankam.

Sonntag 14.10.

Sehr früh um 5:00Uhr aufgestanden, obwohl der Marathonstart doch erst um 11:30Uhr ist. Doch von allen Seiten kamen Warnungen wegen der Parksituation, Startnummernausgabe usw. Sicher ist sicher, um 6:20Uhr bin ich schon auf dem Weg nach Köln. Zuhause ein Brötchen mit Honig, ein Ei und ein Joghurt gegessen. Für unterwegs noch 3 Käsebrötchen eingepackt. Um kurz nach 8:30Uhr bin ich bereits auf dem total leeren Messeparkplatz Köln angekommen. Alle Zeit der Welt also um noch Startunterlagen zu holen und nochmal ein bisschen zum ausruhen.
Mit Pendelbussen kommt man vom Parkplatz in die Nähe der Startnummernausgabe im Ständehaus. Absolut nichts los. Die Halbmarathonies sind bereits auf der Strecke. Jede Menge Inliner bereiten sich auf ihren Start vor. Ich bekomme sofort meine Unterlagen ausgehändigt. Keine Warteschlangen, nichts. Ich plaudere mit ein paar Läufer/innen um mir die Zeit zu vertreiben. Langsam füllt sich die Messehalle. Es wird eng und da der Start nicht gleich um die Ecke ist, gebe ich um 11Uhr meinen Beutel ab, und laufe mit kurzen Sachen bei  11° C zum Start. Das Nadelöhr befindet sich zwischen Messe und Start/Zielbereich. Die langsameren Halbmarathon Finisher (und das sind eine ganze Menge) drängen zur Messe, die Marathonies drängen zum Starterblock. Nicht optimal gelöst dieser Ablauf. Es kommt noch schlimmer. Um in meinen Startblock zu gelangen muß ich erst mal ganz an das Ende der Starterfeldes laufen, damit ich auf die andere Straßenseite komme. Jetzt wieder alles vor laufen, und dann endlich rein in meinen „roten“ Block.


Nach dem Pendelbus geht es weiter zur Startnummerausgabe und Kleiderbeutelabgabe

links: Nach dem Pendelbus geht es weiter zur Startnummerausgabe und Kleiderbeutelabgabe  rechts: noch ein Kaffee zum wach werden


links: absolut nichts los an der Startnummernausgabe  rechts: darf ja nicht fehlen, der Köln Marathon Souvenir Shop


links: so langsam wird es voll in der Messehalle  rechts: funktioniert ohne Probleme, die Kleiderbeutelaufbewahrung 

Es ist sehr eng im Block. Jeder der eine Zielzeit von bis zu 3:30 angegeben hat, ist in diesem Starterblock! Toll! Also schauen dass ich möglichst weit nach vorne komme. Jetzt verzögert sich auch noch der Start um 15 Minuten, da sonst die Eliteläufer auf die langsamen Inliner auflaufen würden! Also weiter frieren im Block! Sabrina Mockenhaupt (sie hat den Halbmarathon gewonnen) steht neben dem Sprecher  und gibt uns den Tipp, wir sollen ein bisschen kuscheln dann wird es schon warm. Nochmal „Viva Colonia“ dröhnt es aus den Lausprechern, aber irgendwie will die Stimmung nicht so auf die wartenden Starter/innen überschwappen. Endlich, mit fast 15 minütiger Verspätung fällt der Startschuss.

Start: 

Gleich nach dem Start über die Mindenerstraße, kommt eine Doppelkurve links/rechts, bisschen eng, das Feld zieht sich kaum auseinander. Raus auf die Deutzer Brücke über den Rhein. Schöner Blick auf den Dom und die St.Martin Kirche. Es ist echt schwierig sein Tempo zu laufen. Überholen fast unmöglich. KM1 kurz vor Ende der Brücke mit 4:39min daher auch etwas langsamer. 270° Schleife am Heumarkt und gleich wieder in die ewig lange Unterführung unter dem Altstadtufer durch. Jetzt gibt es auch etwas mehr Platz zum laufen. Als wollte ich den ersten KM gleich wieder aufholen lege ich an Tempo zu. KM2 am Ende der Unterführung in 4:12min ist viel zu schnell. Aber der leichte Anstieg raus aus der Unterführung bremst einem gleich wieder aus. Weiter am Konrad Adenauer Ufer. KM3 wieder normale Pace mit 4:27min. Sehr trostlos dieser Streckenabschnitt. Ab und zu ein paar Zuschauer, aber das war‘s auch schon. Es ist kalt, der Wind pfeift vom Rhein her, aber wenigstens regnet es nicht. Unter der Zoobrücke durch KM4 mit 4:18min abgedrückt. Schon wieder viel zu schnell. So wird das hier nichts. Ich habe Berlin noch in den Beinen, da muß man ein wenig das Tempo drosseln.


Gleich nach dem Start über die Deutzer Brücke auf die links-Rheinische Seite von Köln. Bildquelle: Raimond Spekking

oben: Gleich nach dem Start über die Deutzer Brücke auf die links-Rheinische Seite von Köln. Bildquelle: Raimond Spekking

Der erste Verpflegungsstand kommt. Wasseraufname absolut reibungslos geklappt.
Die Strecke führt jetzt weg von Rhein. Wieder eine so eine Unterführung die Kraft kostet. KM5 in 4:14min. Jetzt muß wirklich mal Schluss sein mit dieser zu schnellen Anfangspace, sonst wird der 2.Abschnitt ein Drama das ich so schnell nicht vergessen werde. Weiter Boltensternstraße, rein in den Stadtteil Nippes. Jetzt kommt auch schon die Wende. Nördlichster Punkt der Strecke ist erreicht. Zurück geht es exakt die gleiche Strecke, nur halt auf der anderen Straßenseite. Wenigstens bietet jetzt der Blick auf das entgegenkommende Läuferfeld Abwechslung. KM6 in 4:23min weiterhin schnell. Nochmal die Unterführung. Und ich merke schon, diese Anstiege haben es in sich.

Zurück am Rheinufer KM7 mit 4:18min ist weiter schneller als geplant. Zoobrücke unterlaufen. Immer stur gerade aus. Dieses Rheinufer zieht sich. KM8 in 4:20min. Längst ist der Puls auf 160 (88%) angestiegen. Da kann man jetzt wohl kaum mehr gegensteuern. Das Feld zieht sich weiter auseinander. Viele lassen jetzt an Geschwindigkeit nach. Ich muß auf die Gruppe vor mir aufschließen um nicht ganz dem Wind vom Rhein ausgesetzt zu sein. Am Frankenplatz kann man noch mal einen Blick auf die Hohenzollernbrücke werfen, dann geht es wieder in die Unterführung vom Altstadtufer. Ja schade, über uns jetzt der Fischmarkt mit den Stapelhäuschen. Das bekommen wir leider nicht zu sehen. Am Ausgang der Unterführung kommt die 10km Messmatte. 43:25min, das ist total überpaced! Zum Vergleich die aktuellen Zeiten von den letzten Marathons in Berlin (44:13) und Münster (44:25). Jetzt muß ich reagieren, sonst wird das hier nichts mit ner Sub 3:10.



oben: Leider verläuft die Strecke nicht am Altstadtufer entlang, sondern direkt darunter im Tunnel

Ich klemme mich an einen Estländer ran. Wir plaudern und das lenkt ein wenig ab. Er will auch um die 3:10 laufen. Vor lauter Gelaber den 11’er Marker verpennt. KM12 zeigt eine Pace von 4:22min für die letzten beiden KM. Obwohl wir beide der Meinung sind, dass die Pace viel zu schnell ist, lassen wir nicht abreißen. Unter der Südbrücke durch, weiter Gustav-Heinemann-Ufer. KM13 in 4:20min gestoppt. Die Stimmung an der Strecke wird besser. KM14 wieder in 4:20min gelaufen. Nächster Getränkestand. Wasser rein. Rodenkirchener Brücke passiert. Rein in den Stadtteil Rodenkirchen. Top Stimmung, da kommt Freude auf. Ich werde schneller und laufe meinem Estnischen Mitläufer davon. Abzweig rechts in die Maternusstraße, nur noch die Schleife laufen, dann ist der Südlichste Teil der Strecke auch erledigt. Über die Brückenstraße wieder zurück ans Rheinufer. KM15 übersehen, KM16 zeigt eine Pace von 4:21min für die letzten beiden KM. Puls jetzt schon auf 163 (90%).

Bayenturm, Bildquelle: Willi HorschIch weiß nicht wie lange ich das Tempo noch halten kann. Auch das lädierte rechte Sprunggelenk meldet sich langsam. Linkes Problem Knie bisher noch ohne Mucken. Wieder kann man die entgegenkommenden Läufer/innen auf der anderen Straßenseite beobachten. Zum Glück bläßt der Wind jetzt nicht mehr so heftig vom Rheinufer. KM17 in 4:16min hätte ich nicht erwartet, denn die Kräfte schwinden. Oberländer Ufer, Gustav Heinemann Ufer. Südbrücke passiert. KM 18 und 19 immer noch mit je 4:22min gelaufen. Die nächste Staffelwechselzone kommt, und somit natürlich Stimmung auf der Strecke. Zur rechten der Bayenturm, einer der wenigen Streckenhighlights am Rheinufer. Getrieben von der Stimmung kann ich auch KM20 wieder in 4:20min abdrücken.  Nochmal ein Getränk geschnappt am Versorgungspunkt Holzmarkt, Gelpack damit runtergespült. Nun der Halbmarathondurchlauf - 1:31:38 das ist total verrückt! Ich werde hier so abkacken im 2.Teil. Schnell mal der HM Durchlauf Vergleich mit Berlin (1:33:08) und Münster (1:33:22). Vom Gefühl her bin ich platt, aber nicht so wie in Münster an gleicher Stelle. An die gute Verfassung von Berlin komme ich heute bei weitem nicht ran. Auf geht’s die 21km muß ich halt durchbeißen.

rechts: der Bayenturm am Rheinufer ist noch eines der wenigen Überbleibsel der mittelalterlichen Stadtbefestigung, Bildquelle: Willi Horsch

Endlich weg vom Rheinufer, Abzweig links auf den Heumarkt dann gleich wieder schräg in die Straße „an der Malzmühle“. Über „Mühlenbach“ kommen wir zum Abzweig rechts in die „Hohe Pforte“. Ein kleines Stück Fussgängerzone der „Hohe Straße“ wird noch durchlaufen, dann links ab auf die breite Cäcilienstraße. KM22 etwas schwächer in 4:29min. Vorbei am Kölner Neumarkt. Weiter die Hahnenstraße runter. KM23 wieder in 4:19min. Was läuft denn da? Ich bin platt und haue noch solche Zeiten raus. Am Rodolfplatz geht es links ab in den Hohenstaufenring. Noch 19km, das muß doch irgendwie zu schaffen sein. Wie lange kann ich dieses, für meinen derzeitigen Leistungsstand, extrem brutale Tempo noch halten?  Puls ist bei  168 (93%). Scharfer Abzweig nach rechts am Barbarossaplatz. KM24 in 4:20min. Nächster Getränkestand am Zülpicher Platz. Abzweig links in die Lindenstraße. Oh nein! Schon wieder kommt so ne fiese Bahnunterführung. Runterlaufen Schwung holen, hoch mit kleinen schnellen Schritten.


Durch den „inneren grünen Ring“ führt jetzt die Strecke. KM25 in 4:23min. Weiter in die Universitätsstraße. Vorbei an der Kölner Uni. Immer wieder kleinere Stimmungsnester muntern auf.  Meine Stimmung ist allerdings ganz schön im Keller, wenn ich darüber nachdenke, dass hier noch knapp 17km zu laufen sind. Auf! So schlecht sieht das doch hier gar nicht aus! KM26 wird mit 4:31min gestoppt. Jetzt nicht nachlassen, so lange wie es geht die Pace unter der 4:30 halten. Also nochmal zulegen! Stadtteil Sülz. Abzweig Luxemburgerstraße, dann über die Sülzburger und Berrenrather Straße zurück auf die Universitätsstraße. Jetzt in Richtung Norden. KM27 und 28 in 4:25 bzw. 4:19min/km wieder voll im Soll. Am Albert Magnus Platz vorbei. Super Anfeuerung jetzt von allen Seiten. Aber warum jetzt auf einmal? Kein Wunder! Hinter mir läuft eine Frau! Und die hat es drauf! Wir laufen eine Weile zusammen. KM29 drücke ich mit 4:22min ab. Weiter in die Dürener Straße. Das 2. Gel muß jetzt genommen werden. Wasser hinterher. Abzweig rechts in die Klosterstraße. KM30 Messmatte im Stadtteil Lindenthal bei 2:10:39 überquert. Das ist eine augenblickliche Pace von 4:21min/km. Ich kann dieses Tempo nicht mehr mitgehen. Ich muß die Läuferin ziehen lassen. Weiter auf der Aachener Straße wieder Richtung Innenstadt. Ich versuche weiter dran zu bleiben. Der Abstand zur nächsten Gruppe wird größer, obwohl KM31 immer noch 4:20min abgedrückt wird. Haben die denn die zweite Luft bekommen?

Colonius, Bildquelle: T.VoeklerWieder durch den „inneren Grüngürtel“, vorbei am Aachener Weiher. Noch ne Unterführung! Das schafft mich jetzt wirklich. Wie viele kommen denn da noch?  Richard-Wagner-Straße, KM32 in 4:26min. Vom Gefühl her würde ich sagen, das ist um einiges langsamer. Egal, noch 10km bis ins Ziel und 8km bis zum Dom. Abzweig am Rodolfsplatz in den Habsburger Ring. KM33 immer noch in 4:26min. Ich weiß nicht wie ich noch auf solche Zeiten komme, bin ich doch stehend k.o. Abzweig am Friesenplatz. Über Venloer und Bismarckstraße in die Vogelsangstraße. Ein weiteres Mal wird der „innere Grüngürtel“ durchquert. KM34 in 4:31min. Rechts ab in die Innere Kanalstraße. Vor mir ragt der Fernsehturm Colonius in die Höhe. Abzweig in die Subbelrather Straße. KM35 Messmatte, Gesamtzeit 2:33:04. Das ist alles noch top und über 1 Minute schneller als in Berlin an gleicher Stelle (2:34:18)! Doch die Bedingungen könnten unterschiedlicher nicht sein. Konnte ich ab km 35 in Berlin nochmal so richtig aufdrehen, verliere ich hier weiter an Boden.

rechts: "Colonius" der Kölner Fernsehturm bei KM35. Bildquelle: T.Voekler

Es wird zur Qual, die Batterien sind total leer. Vorbei am Mediapark in den Hansaring. Wieder eine weitere Wendepunktstrecke. KM36 immer noch in 4:33min. Die Fußsohlen brennen jetzt auch noch. Ich dachte dieses Problem hätte ich schon längst geheilt. So kann man sich täuschen. Also nächstes mal wieder mit Falke Socken und extra Stulpen für die Waden, anstelle den kompletten CEP Strümpfe. Am Wendepunkt in der Hansaallee wieder super Stimmung. Danke Köln, das brauche ich jetzt. Auf der anderen Seite geht es weiter. Am Straßenrand steht ein Läufer und muß sich übergeben. Damit habe ich zum Glück keine Probleme. Ich bin einfach nur total am Ende. Mit allem was noch geht versuche ich verzweifelt das Tempo zu halten. KM37 in 4:38min. Weiter im Kaiser Wilhelm-Ring. Es sind nur noch 5km versuche ich mir einzureden. Das ist doch fast gar nichts! Von wegen! Ich schlurfe nur noch Strecke entlang.


KM38,5 - Hahnentorburg am Rudolfplatz. Bildquelle: Hpschaefer www.reserv-art.de
St.Aposteln am Neumarkt. Bildquelle: Raimond Spekking

links: KM38,5 - Hahnentorburg am Rudolfplatz. Bildquelle: Hpschaefer www.reserv-art.de  
rechts: St.Aposteln am Neumarkt. Bildquelle: Raimond Spekking

Hohenzollernring, ich sehne die Tafel mit der „38“ herbei. Es ist mal wieder das typische Marathondrama wie ich es nur allzu gut kenne. Die „38“ kommt am Friesenplatz. 4:39min, das ist doch super! Komm, los noch 4km und noch 2km bis zum Dom. Weiter kämpfen. Zum 3.Mal komme ich an den Rudolfplatz. Abzweig links, an der Hahnentorburg vorbei. Weiter Richtung Neumarkt. Einmal um den Platz. KM39 mit 4:45min geht noch. Cäcilienstraße weiter, Abzweig links in die Hohe Straße. Der Dom ist schon zu greifen nahe. Immer weiter, kämpfen! Die letzten Kilometer, bald ist es geschafft. Mit 4:45min KM40 gestoppt. Die Gesamtzeit ist noch immer gut. Wenn ich so weiterlaufen kann ist das top! Die schmale Gasse zum Dom runter, die Stimmung steigt. Wahnsinn! Der Dom kommt zum Vorschein. Roncalliplatz, total geil was hier abgeht. Aber mir tut alles weh! Ich quäle mich diese letzten Kilometer zum Ziel. Trotzdem, Applause für die tollen Zuschauer auf dem Roncalliplatz. Daumen hoch! Das Spendentor ist hier total fehl am Platz. Wer läuft denn bitteschön hier noch einen Umweg? Die sind doch alle platt! Sowas muß man am Anfang des Marathons aufstellen!


der Roncalliplatz vor dem Dom ist erreicht. Den Rest schaffe ich auch noch. Bildquelle: Neuwieser
Das letzte Stück Kopfsteinpflaster bei KM 41 Reiterstandbild König Friedrich Wilhelm III. Bildquelle: Raimond Spekking

links: der Roncalliplatz vor dem Dom ist erreicht. Den Rest schaffe ich auch noch. Bildquelle: Neuwieser 
rechts: Das letzte Stück Kopfsteinpflaster bei KM 41 Reiterstandbild König Friedrich Wilhelm III. Bildquelle: Raimond Spekking

Zurück geht es durch die Kölner Altstadt, teilweise auf übelstem Kopfsteinpflaster. Mir qualmen die Füße, alles schmerzt, und jetzt noch Kopfsteinpflaster vom feinsten. Gulichplatz, Quatermarkt, links in die Gürzenichstraße. KM41 in 4:47min. Weiter auf den Heumarkt, vorbei am Reiterstandbild König Friedrich Wilhelm III. Rampe auf die Deutzer Brücke. Und die ist jetzt steil! Das ist wirklich der Kracher zum Abschluss. Ich sehne den Scheitelpunkt der Brücke herbei. Das dauert ewig! Endlich ich bin oben. Jetzt nur noch laufen lassen und ordentlich Geschwindigkeit aufnehmen. Die Uhr zeigt 3 Stunden 4 Minuten. Los alles reinhängen, dann wird das noch ne Zeit unter 3:07! Köln Deutz ist erreicht. Jetzt die Linkskurve Mindener Straße. Nicht locker lassen, noch ist die Uhr unter 3:07. Der Zielbogen ist zum greifen nahe. Schön durchziehen. Jaaa!!!! Geschafft in 3:06:43. Wie geil! Das hätte ich vor dem Start nicht geglaubt, nochmal 2 Wochen nach Berlin so eine Zeit zu laufen. Heute Abend gibt es Bier zum 50.Marathonfinish.


Was will man mehr? Zielzeit von sub 3:10 mehr als erreicht. 50.Marathon in Köln gefinshed.
nach dem Marathon bei 11° C im Freien auf eine freie Dusche warten

links: Was will man mehr? Zielzeit von sub 3:10 mehr als erreicht. 50.Marathon in Köln gefinshed.
rechts: nach dem Marathon bei 11° C im Freien auf eine freie Dusche warten

Weit muß man laufen um endlich an die Verpflegungsstellen zu kommen. Zu den Kleiderbeuteln ebenso. Das ist bei Temperaturen um die 11° nicht gerade angenehm, aber läßt sich dank Finisher Glücksgefühle locker aushalten.

-> Laufanalyse Köln 2012 im Herbst Marathon Vergleich